1982 Lederspray Gutachten gewonnen

 

1982 Lederspray Gutachten gewonnen

Bei einem Vortrag, den ich in Koblenz gehalten hatte, fragte ein Hausarzt, ob die exzessive Anwendung eines Ledersprays eine MS (Multiple Sklerose) ausl�sen kann. Er habe eine Patientin die daran litt. Ich meinte, dies noch nicht geh�rt zu haben, aber man sollte den Fall untersuchen - insbesondere den genauen Inhalt des verwendeten Sprays identifizieren.

Sofort sandte der Arzt mir die Originaldose zu. Mit der Herstellungsnummer sandte ich eine Anfrage an die Herstellerfirma mit der Bitte um die exakte Zusammensetzung. Als Antwort erhielt ich einen nichts sagenden Brief mit der angeblichen Zusammensetzung (sp�ter als falsch erkannten Angabe ohne Methylbromid) und dem Angebot der aus unerkl�rlichen Gr�nden gesch�digten Patientin 5.000 DM Entsch�digung zu zahlen.

Daraufhin sagte ich dem Hausarzt: �Da steckt sicher viel mehr dahinter. Ich w�rde eine Strafanzeige zur Abkl�rung machen.� Bisher kannte man nur die akute Lungensch�digung durch Einatmen eines Methylbromid-haltigenLedersprays.

Der Staatsanwalt fand heraus, dass 300.000 Dosen mit dem hochgiftigen Methylbromid, das Anlass f�r viele Lungen�deme war, offiziell nach Spanien verkauft und wieder zur�ckgegeben und letztlichin Deutschland heimlich verkauft worden waren.

In der Gerichtsverhandlung wurde die Firma vom besten Strafverteidiger, dem Professor, der das Handbuch f�r Strafverteidiger geschrieben hatte, verteidigt. Er hatte die Firma Gr�nenthal nach 20.000 embryonal gesch�digten, schwer missgebildeten Kindern vor einer Strafe bewahrt und eine l�ppische Abfindung der noch lebenden Opfer angeboten. Sein Fachberater war mein fr�herer Chef, der Klinische Toxikologe Prof. Max von Clarmann, der mich provokativ ins Kreuzverh�r nahm. Ich m�sse mich festlegen, welche der 3 Giftkomponenten des Spray f�r die unmittelbar danach auftretende schwere MS (Multiple Sklerose), die die Patientin in den Rollstuhl zwang, verantwortlich war.

Ich erkl�rte vor Gericht, dass erst die Kombinationswirkung zu der vorhersehbaren schweren Nervenl�sion gef�hrt hatte.

Das Gericht schloss sich dem voll an und verurteilte die Herstellerfirma zu 100.000 DM Schadensersatz und �bernahme aller Folgekosten. Die alte Rezeptur wurde vom Gericht nicht zur Sprache gebracht, sie wurde als Joker f�r eine eventuelle Revision vor dem Bundesgerichtshof, zu der es aber nie kam, zur�ckgehalten.

Die betroffene Patientin lie� ihre unz�hligen Amalgamf�llungen leider nicht entfernen, �um ihre Entsch�digung nichtzu verlieren�.

Amalgam potenziert die Allergie auf andere Umweltgifte, hier dem giftigen Lederspray.